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»Mr. FULUMA«: Der Ball ist sein Freund

»Mr. FULUMA«: Der Ball ist sein Freund
Die Lukas Krause Story: Der ehemalige Drittligafußballer (SC Verl, Regionalliga Nord) und aktuelle Spieler des FC Kaunitz (Landesliga ST. I) hat den Sprung unter die Unternehmer gewagt. Auf dem Platz war er meist für seine Ballkünste bekannt – nun beschäftigt er sich mit der Ballherstellungskunst.

„30 Jahre lang war der Ball an deinen Füßen, doch erst jetzt beschäftigst du dich richtig damit.“ Diesen Satz wird Lukas Krause nie vergessen. Der 34-jährige Fußballer spielt schon gefühlt sein gesamtes Leben Fußball. Doch mit dem „Sportgerät“, dem Ball, hatte er sich eigentlich nie richtig auseinandergesetzt. Aber wer macht das schon? „Das Runde muss in das Eckige“, lacht Krause. Stimmt, so simpel ist der Fußball. Dass sich diese Einstellung mal ändern sollte, hätte er selber wahrscheinlich nicht geglaubt. Doch seit etwas mehr als einem Jahr ist Krause, gemeinsam mit seinem Partner Marcel König, stolzer Jungunternehmer: „FULUMA“ – ein Verler Start-up mit dem Schwerpunkt Herstellung und Vertrieb von Fußbällen.

 

Die 5:00 Uhr Trainingsgruppe

Die Idee zu einem eigenen Ball-Unternehmen kam Lukas Krause und Marcel König während ihrer turnusmäßigen Trainingsgruppe (und Achtung: Ideengruppe!) in den frühen Morgenstunden (spätestens 5:00 Uhr) im Sportwerk Verl, einem Fitnessstudio, das König gehört. „Marcel war bereits ein erfahrener Unternehmer“, sagt Krause über seinen 40-jährigen Geschäftspartner. Dieser sei ein „Tausendsassa“, ein „Alpha-Tier“, der immer den Anspruch habe, „im Kreise best of the best mitzuspielen“. Als König seinen Buddy Krause auf die Idee mit den Fußbällen brachte, war dieser sofort begeistert: „Es ist schon kurios. Da hast du wirklich jahrelang den Ball an den Füßen, aber weißt eigentlich rein gar nichts über dieses Sportgerät.“ Binnen kürzester Zeit entwickelten die Beiden ein Konzept und gründeten das Start-up. FU(ßball), LU(kas) und MA(rcel) – daraus entstand der Name „FULUMA“. Kennengelernt haben sich Krause und König vor mehr als 20 Jahren. Damals spielte Krause noch im Jugendbereich des SC Verl, König war dort als Jugendtrainer tätig. „Zum Glück nicht mein Trainer“, sagt Krause rückblickend. Auch Königs jetzige Ehefrau, Hanna, arbeitete als Physiotherapeutin beim Sportclub. „Wenn man Menschen bereits so lange kennt und schätzt, lässt es sich auch im Beruflichen sehr gut miteinander aushalten“, sagt Krause.

 

Sialkot: Das Mekka der Ballmacher

Nach dem Kick-off ging‘s auch direkt ans Eingemachte. Material, Lieferanten oder Vertrieb – all das will gekonnt sein. Und wo werden Bälle eigentlich produziert? „In Pakistan“, antwortet Lukas Krause wie selbstverständlich. Genauer gesagt in Sialkot, der Welthauptstadt der Ballmacher. Rund 50 Millionen Bälle werden in dem nordöstlichen gelegenen Dorf, unweit der indischen Grenze, jährlich produziert und genäht. „Man spricht ja immer von der Servicewüste Deutschland“, sagt Krause. „Bei den Pakistanis ist das ganz anders. Die kannst du Tag und Nacht kontaktieren, du erhältst innerhalb von wenigen Minuten eine Antwort.“ Der Hauptkontakt zu den Lieferanten läuft über WhatsApp. Anrufe, Sprachnachrichten oder Video-Calls sind für die englischsprachigen Pakistaner aus dem „Ball-Mekka“ an der Tagesordnung. „Gerade zu Beginn haben wir auch unser Ball-Design in enger Abstimmung mit den Produzenten vor Ort entwickelt. Da sind die wirklich super kooperativ, weil sie natürlich extrem gern mit Europäern Geschäfte machen wollen“, sagt Krause. Kinderarbeit findet bei „FULUMA“ übrigens nicht statt. Krause versichert, dass das Verler Unternehmen sich den „höchsten ethischen und moralischen Standards“ verschrieben habe.

 

Das »Krausische-Königs«-Testverfahren

Bis zum ersten eigenen „FULUMA“-Ball war es ein langer Weg. Mehr als 500 Ballmodelle, beziehungsweise Muster, haben sich Krause und König zuschicken lassen. Darunter auch viele Muster, die nicht zu gebrauchen waren. Auch die ersten Lieferungen seien „suboptimal“ gewesen und mussten häufig reklamiert werden. Alles aus eigener Tasche vorfinanziert. „Wir hatten noch keinen Cent verdient, aber schon so einige Tausende Euros ausgegeben.“ Das Ball-Testverfahren, das die beiden Gründer gemeinsam ausgetüftelt hatten, übernahm – logischerweise – Fußballer Lukas Krause federführend. Wer könnte schließlich besser dafür geeignet sein, als der personifizierte Freistoß-König? Nicht zu vergessen: Krause ist hauptberuflich bei der Firma Alulux beschäftigt, natürlich als Leiter Qualitätssicherung und Kundendienst. „Wo testet man einen Ball am besten? Richtig. Auf einem Bolzplatz“, sagt Krause. Gemeinsam mit Marcel König und Papa Krause, seines Zeichens immerhin einst selbst ein polnischer Profi-Fußballer, wurde getestet, bis die Ballnähte zu platzen drohten. Schüsse, Dribblings, Pässe, Kopfbälle und alles, was dazugehört. Das „Krausische-Königs"-Testverfahren“ sollte gnadenlos sein. Auch die ersten Musterbälle wurden gezielt bei Vereinen untergebracht, um Erfahrungswerte eines Dauertests unter möglichst realen Bedingungen zu erhalten. „Auf der ISPO München hat sich wahrscheinlich auch so mancher gedacht: Der Typ hat wohl zu viele Kopfbälle gemacht“, witzelt Krause in Anspielung auf eine Anekdote. Was war passiert? Auf der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (kurz ISPO) in München wanderte Krause von Stand zu Stand, um verschiedenste Ballarten zu testen. Dazu nahm er jeweils einen Ball und begann ihn hochzuhalten. Anschließend ging er zum nächsten Hersteller und wiederholte den Vorgang. Immer, und immer wieder. „Das hatte schon seine Eigen-Komik, keine Frage“, resümiert Krause.

 

Fokus auf den Amateurbereich

Mittlerweile bietet „FULUMA“ drei Hauptmodelle an. Unterschieden wird dabei in den Kategorien handgenäht, geklebt und hybrid. Handgenähte Modelle sind das Premiumprodukt. Davon schafft ein Profi-Näher in Pakistan vielleicht maximal zwei bis vier Bälle pro Tag. „Seit circa 2006 gibt’s auch die geklebten Modelle. Wir alle erinnern uns an die Diskussion zur Weltmeisterschaft, dass die Dinger komisch fliegen“, erklärt Krause. Beim Hybridmodell handelt es sich um einen Kompromiss aus den Eigenschaften (geklebt und maschinell genäht) der beiden anderen Bälle. Außerdem bietet das Verler Start-up auch zwei Kinderbälle an, die speziell für den Einstieg in den Fußball konzipiert wurden. Getreu dem Motto: „Erster Schuss. Erstes Tor.“ Anders als Global-Player wie Adidas, Nike und Co. möchten Krause und König „FULUMA“ als Amateurfußballmarke etablieren. „Unser Ziel ist es, zwar weiterhin eigene Bälle herzustellen, aber auch gern als Vereinsball“, erläutert Krause. Konkret: Die Modelle sollen im Vereinsdesign erscheinen. Als Zukunftsvision wünscht sich Krause, dass ganze Vereine oder Fußballabteilungen flächendeckend von „FULUMA“ ausgestattet werden. „Wenn man von den kleinsten Junioren bis zu den Senioren immer mit dem gleichen Ball trainiert und spielt, kann man ein ganz anderes Ballgefühl entwickeln“, sagt Krause. Denn, wenn es wirklich einen Unterschied zwischen den beliebten Sportgeräten gibt, dann ist das ganz sicher das Ballgefühl.

referenzen

FC KAUNITZ I LOGOBALL

Einsatzbereich: Premium-Trainingsball

Oberfläche: Wabenstruktur

Größe: 5 I 32 Panele I Gewicht: 450 gr.

Butylblase I Handgenäht

VICTORIA CLARHOLZ I LOGOBALL pro win

Einsatzbereich: Premium-Trainingsball

Oberfläche: Wabenstruktur

Größe: 5 I 32 Panele I Gewicht: 450 gr.

Butylblase I Handgenäht


SC VERL I LOGOBALL game

Einsatzbereich: Premium-Spielball

Oberfläche: Diamand-Wabenstruktur

Größe: 5 I 32 Panele I Gewicht: 450 gr.

Latexblase I Handgenäht

TSV Adelberg I LOGOBALL platinum

Einsatzbereich: Highend-Spielball

Oberfläche: Oktagon-Oberfläche

Größe: 5 I 32 Panele I Gewicht: 450 gr.

Latexblase I Handgenäht

SG Oesterweg I LOGOBALL pro train

Einsatzbereich: Kinder-/Jugend-Trainingsball

Oberfläche: Strukturoberfläche

Größe: 3/4 I 32 Panele I Gewicht: 290/350 gr.

Butylblase I Hybrid

SC Wiedenbrück I LOGOBALL game

Einsatzbereich: Premium-Spielball

Oberfläche: Diamand-Wabenstruktur

Größe: 5 I 32 Panele I Gewicht: 450 gr.

Latexblase I Handgenäht

Jannik Freestyle I LOGOBALL pro win

Einsatzbereich: Premium-Trainingsball

Oberfläche: Wabenstruktur

Größe: 5 I 32 Panele I Gewicht: 450 gr.

Butylblase I Handgenäht